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Positionen des Fahrgastbeirates
 

Fahrgastbeirat fordert Verlängerung der Heidebahn-Züge bis Hamburg-Harburg

Die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) hat ihr Angebots- und Fahrplankonzept für die Heidebahn nach Abschluss der Streckenertüchtigung im November 2015 vorgestellt. Der neue Fahrplan sieht im Wesentlichen einen Stundentakt auf der gesamten Heidebahn an allen Wochentagen vor.

Abweichend von der ursprünglichen LNVG-Konzeption aus dem Jahr 2005 sollen die Fahrzeiten um 30 Minuten verschoben werden. Somit wird in Buchholz (Nordheide) zukünftig der Anschluss an die "schnellen" metronom-Züge (RE) nicht erreicht. Es kommt zu längeren Wartezeiten, und Fahrgäste aus der Heide erreichen nur den "langsamen" metronom (RB) mit Halt an allen Unterwegsbahnhöfen.

Zum Ausgleich dieser Verschlechterungen fordert der Fahrgastbeirat, dass die RegionalBahn-Linie RB38 (Heidebahn) bis Hamburg-Harburg verlängert wird. In Harburg bestehen Anschlüsse an die S-Bahn-Linien S3 und S31 in die Hamburger Innenstadt, in die City Süd, nach Stade sowie an den Regional- und Fernverkehr.

Die verschiedenen Fahrplankonzepte der LNVG aus den Jahren 2005, 2010 und das aktuelle Konzept für das Fahrplanjahr 2017 haben wir in einer Tabelle (PDF, 153 kB) zusammengestellt, so dass ein einfacher Vergleich der Reisezeiten für alle Stationen der Heidebahn möglich ist.

Alle Details zu diesem Thema hat der Fahrgastbeirat in einem Positionspapier (PDF, 93 kB) zusammengestellt. Die Landräte der Landkreise Harburg und Heidekreis sowie der Bürgermeister der Stadt Buchholz in der Nordheide haben sich den Forderungen des Fahrgastbeirates angeschlossen. Die Drucksache des Rates der Stadt Buchholz zu diesem Thema finden Sie hier (PDF, 100 kB), ein Schreiben des Bürgermeisters der Stadt Buchholz an den Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft steht hier (PDF, 435 kB) zum Download bereit.


Eisenbahninfrastruktur in und um Hamburg

Der Schienenpersonennahverkehr im Landkreis Harburg muss zum größten Teil über die Hauptabfuhrstrecken Hamburg - Lüneburg - Hannover und Hamburg - Buchholz - Bremen abgewickelt werden. Die Züge des Nahverkehrs teilen sich auf diesen Korridoren die Gleise mit den Zügen des schnellen Personen- und des stark ansteigenden Güterverkehrs.

Vor allem die wachsende Anzahl von Containerzügen, die die Hinterlandanbindung des Hamburger Hafens sicherstellen, führt zu Engpässen bei der Eisenbahninfrastruktur. Infolge überlasteter Strecken sinkt zwangsläufig die Betriebsstabilität und die Pünktlichkeit der Nahverkehrszüge. Aus diesen Gründen fordert der Fahrgastbeirat, die Schienenkorridore Hamburg - Hannover und Hamburg - Bremen auszubauen.


Gedränge im Hamburger Hauptbahnhof
 

Der Fernbahnteil des Hamburger Hauptbahnhofs ist überlastet. Er wurde im Jahre 2011 von bis zu 769 Zügen täglich angefahren. Bis 2017 werden laut einer Prognose der DB Netz AG noch einmal 98 Züge pro Tag hinzukommen. Damit platzt der Bahnhof aus allen Nähten. Die Betriebsqualität und die Pünktlichkeit der Züge sinkt, weil es nicht genügend Bahnsteiggleise gibt und vorhandene Bahnsteige nicht flexibel genutzt werden können.

Für die Abwicklung der Nord-Süd-Verkehre stehen im Hamburger Hauptbahnhof maximal fünf Bahnsteiggleise, nämlich das Gleis 8 sowie die Gleise 11 bis 14, zur Verfügung. Wer regelmäßig mit der Eisenbahn nach Hamburg Hbf fährt, kennt das Phänomen, dass sein Zug vor dem Einfahrsignal stehen bleibt und warten muss, bis ein Bahnsteiggleis frei geworden ist.

Hamburg Hbf ist inzwischen offiziell von der DB Netz AG als "überlastet erklärter Schienenweg" eingestuft. Das bedeutet, dass die DB Netz AG Trassenanmeldungen für Züge nach Hamburg Hbf zukünftig ablehnen kann. Betroffen sind der Regional- und der Fernverkehr gleichermaßen. In den Hauptverkehrszeiten ist es bereits heute so gut wie unmöglich, zusätzliche Verbindungen von/nach Hamburg Hbf zu schaffen.

Dennoch wird es bis 2017 keinen Ausbau des Hauptbahnhofs geben. Das geht aus einem Plan zur Erhöhung der Schienenwegkapazität (PDF, 1 MB) der DB Netz AG hervor. Stattdessen sollen Maßnahmen zur Bewirtschaftung des Mangels die Betriebsqualität stabilisieren. Dazu gehört im Wesentlichen der Vorrang von Wendezügen und von kurzen Zügen (maximal sieben Wagen) bei der Trassenvergabe.

Der Fahrgastbeirat bedauert, dass es auf absehbare Zeit keine infrastrukturellen Maßnahmen zur Linderung der Kapazitätsengpässe geben soll. Der Bau einer S-Bahn-Linie nach Bad Oldesloe (S4) wird allein die Probleme im Hamburger Hauptbahnhof, die insbesondere in Richtung Hamburg-Harburg bestehen, nicht lösen.

Der Fahrgastbeirat setzt sich für folgende Maßnahmen zur Kapazitätserhöhung des Hamburger Hauptbahnhofs ein:

  • In der Mitte des Hamburger Hauptbahnhofs gibt es zwei Gleise, die bisher keinen Bahnsteig haben. Der Fahrgastbeirat fordert, dass das Gleis 9 eine Bahnsteigkante für Personenzüge erhält. Diese Bahnsteigkante kann durch Überbauung des bestehenden Gleises 10 geschaffen werden.
  • Der Fahrgastbeirat fordert die Errichtung zusätzlicher Zugdeckungssignale zur flexibleren Nutzung der Bahnsteiglängen an den Gleisen 11 bis 14. Dadurch könnten in den Hauptverkehrszeiten wieder metronom-Züge mit acht Wagen in den Bahnhof fahren.

Weitergehende Überlegungen zur Kapazitätserweiterung des Hamburger Hauptbahnhofs haben sich der Fahrgastverband Pro Bahn e.V, der ökologische Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) und die Freunde der Eisenbahn e.V. (FdE) gemacht. Ihr gemeinsam erarbeiteter Maßnahmenkatalog ist hier (PDF, 404 kB) downloadbar.


Weiterentwicklung des Angebotes auf dem Hanse-Netz (Strecken Hamburg - Uelzen und Hamburg - Bremen)

Das sogenannte "Hanse-Netz" umfasst die Regionalverkehrsleistungen auf den Strecken Hamburg - Lüneburg - Uelzen (Kursbuchstrecke 110) und Hamburg - Tostedt - Bremen (Kursbuchstrecke 120). Mit der Umsetzung ihres neuen Angebotskonzeptes auf diesen Strecken zum 12.12.2010 hat die Landesnahverkehrsgesellschaft Mehrleistungen in erheblichem Umfang bestellt. Dadurch konnte der gestiegenen Fahrgastnachfrage vorübergehend Rechnung getragen werden.

Der Fahrgastbeirat setzt sich für die Weiterentwicklung des Angebotes ein. Dabei sollen insbesondere die folgenden Punkte berücksichtigt werden:

  • Mittelfristig Anpassung der Kapazitäten in den Hauptverkehrszeiten an die weiterhin stark steigende Nachfrage auf den Strecken im südlichen Hamburger Umland
  • Wiederherstellung der Anschlüsse an und vom DB-Fernverkehr in Bremen Hbf in den Tagesrandzeiten
  • Ganztägige Direktverbindungen nach Hamburg Hbf für Fahrgäste aus Ashausen, Stelle, Maschen und Meckelfeld

Darüberhinaus empfiehlt der Fahrgastbeirat, im Sinne einer hohen Betriebsstabilität angemessene Fahrzeitreserven sowie ausreichende Wendezeiten an den Endbahnhöfen (insbesondere in Bremen Hbf) einzuplanen.


HVV-Tarif

Die letzten Fahrpreiserhöhungen des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) haben die Fahrgäste aus dem Hamburger Umland überproportional belastet. Der Fahrgastbeirat setzt sich für Fahrpreisstabilität sowie Übersichtlichkeit und Einfachheit des Fahrkartensortiments ein. Er fordert, tarifliche Anreize zur Gewinnung neuer Fahrgäste zu schaffen und bestehende Ungerechtigkeiten zu Lasten von Landkreisbewohnern zu beseitigen.

www.cyberport.de

 

Fahrgastbeirat: Damit alles erreichbar ist.  |  Letzte Aktualisierung: 20.04.2017